Förderpreis für unsere ZACK

Rückblick: „Zack“ aus Bad Vilbel gewinnt den Hauptpreis
zack_5_2011_titel Mit einem Festakt in der St. Jakobskirche in Frankfurt-Bockenheim hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) am Donnerstagabend, 29. September, die Preisträger des Wettbewerbs „Förderpreis Gemeindebrief 2011“ geehrt. Den mit 1.500 Euro dotierten Hauptpreis nahm die Redaktion von „Zack“, der Gemeinde-Zeitung der Christuskirchengemeinde Bad Vilbel im Dekanat Wetterau, entgegen.
Bereits zweimal zuvor war die Redaktion prämiert worden – doch bislang blieb ihr der Hauptpreis verwehrt. Zu ungewöhnlich fand die Jury Format und Aufmachung im klassischen Zeitungsformat, und damit zuwenig nachahmbar für andere Gemeinden. Doch in diesem Jahr hieß es: „Dies ist der beste Gemeindebrief der EKHN“, so Martin Reinel von der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Landeskirche. Er lobte das durchdachte Konzept und begründete die Entscheidung der Jury: „Dieser Gemeindebrief ist auch ein Glaubenszeugnis, er spiegelt Vielfalt und ist gleichzeitig herausfordernd – er hat einen Anspruch.“
Noch immer ist dieser Gemeindebrief ein Vorreiter, doch ein Projekt wie die „Zack“, so die Überzeugung des Bad Vilbeler Pfarrers Dr. Klaus Neumeier, „können heute mit den richtigen Partnern auch andere Gemeinden stemmen“.

Im Auftrag der Kirchenleitung wurden die Förderpreise durch den Propst für Süd-Nassau, Dr. Sigurd Rink (Wiesbaden), überreicht. Das Mitglied der Kirchenleitung sagte, der Gemeindebrief sei die Visitenkarte jeder Gemeinde und zeige die Vielfalt des kirchlichen Lebens. Er stehe auch für die Erkennbarkeit der Kirche. „Da, wo Kirche drauf steht, ist auch Kirche drin“, zeigte sich der Propst überzeugt. Den ehrenamtlichen Redaktionen dankte er anerkennend. “Machen Sie weiter so mit einem qualitätsbetonten Journalismus.“

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Foto: A. Rach v. l. Martin Reinel (EKHN), Astrid Küss, Sabine Herth, Werner Kristeller (alle Redaktion bzw. Kirchenvorstand der Christuskirchengemeinde Bad Vilbel), Propst Sigurd Rink 

Als Laudator sprach bei der zweijährlich ausgelobten Preisvergabe der stellvertretende Intendant des Hessischen Rundfunks (hr) Manfred Krupp. Der Fernsehdirektor bescheinigte den gemeindlichen Medien vor Ort eine hohe Professionalität, die ihn „positiv enttäuscht“ habe. Erwartet habe er „grau statt bunt, Termine statt Inhalt, Zeigefinger statt offene Fragen“ - gefunden habe er stattdessen „das pralle Leben“. „Gemeinde“ sei ein Wort, bei dem Assoziationen zu „Sehnsucht“ und „Heimat“ aufkämen. In dieser Ausrichtung der Gemeindebriefe auf Nähe und Nachbarschaft fänden sich Parallelen zur Strategie des HR. Dies sei nicht zu verwechseln mit Provinzialismus. Niemand müsse sich entschuldigen, wenn er den Blick auf den Nahraum richte – vorausgesetzt das stete Wissen, dass dieser Bereich immer Teil eines Ganzen sei.

Sechs weitere Redaktionen erhielten Preise von je 500 Euro, hinzu kamen zwei mit je 500 Euro dotierte Förderpreise für Layout und Innovation.

Insgesamt hatten sich in dem zum achten Mal ausgetragenen Wettbewerb 116 Redaktionen mit gültigen Einsendungen beworben. Die Jury vergab nicht nur die sieben Hauptpreise und zwei Förderpreise sondern erkannte 11 weiteren Redaktionen eine Anerkennung

Informationen zum Preis

Der Förderpreis Gemeindebrief der EKHN ist mit 5.500 Euro der höchstdotierte Preis seiner Art. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Unterstützt wird der Preis von der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (gep), der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) mit Sitz in Kassel und Frankfurt, der Zeitschrift Evangelisches Frankfurt und der Evangelischen Sonntagszeitung. Kriterien bei der Auswahl sind Originalität, Themenvielfalt, Aktualität, journalistische Darstellungsformen, Druckqualität, deie grafische Gestaltung, ein überschaubares Layout, die Einbettung im Öffentlichkeitskonzept der Gemeinde und die Verwendung des Facettenkreuzes. Eine Jury, zu der Journalisten aus dem kirchlichen und dem säkularen Bereich sowie Förderer der Idee gehören, prämiert Redaktionen, die mit ihrem Gemeindebrief bewusst nach Qualität streben.

Hintergrund Briefe als Chance:

Die Gemeindebriefe sind Publikationen der Kirchengemeinden für ihre Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit. Über 90 Prozent der 1174 Kirchengemeinden im Gebiet der EKHN bringen eine solche regelmäßige und kostenlose Publikation für ihre Mitglieder heraus. Umfragen haben ergeben, dass sie weithin intensiv gelesen werden und allein in der EKHN eine Gesamtauflage von über einer Millionen Exemplaren erreichen. Sie sind damit das in Reichweiten stärkste Medium der evangelischen Kirche.

Pfarrer Roger Töpelmann / Annegret Rach

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